WW258: Frauen, Fische, Fjorde – Geschichten aus Island mit Anne Siegel (1/2)

Island
© Emma Francis, Unsplash

“Wären wir nicht alle gerne Isländerinnen?” – fragt die Buchautorin, Radio- und TV-Journalistin, Hörspielautorin und Filmemacherin Anne Siegel in ihrem Buch “Wo die wilden Frauen wohnen – Islands starke Frauen und ihr Leben mit der Natur” (Malik). Sie portraitiert darin mit Island eine Nation (und ihre Bewohnerinnen), die seit Jahren zu den Ländern mit der höchsten Frauenpräsenz im Parlament zählt, die sich an der Spitze des Global Gender Gap Index Ranking befindet und von einer Frau regiert wird – ein Land im Norden, in das Anne sich einst verliebte und das sie seither nicht mehr loslässt. 

Anne verspürte schon als Kind großes Fernweh. Seither ist sie viele Male in die Welt gezogen und arbeitet schon ihr halbes Leben zwischen unterschiedlichen Zeitzonen: Sie lebte in San Francisco, unterrichtete in Panama City und wurde bei der Nobel Women’s Initiative in Ottawa/Kanada Pressesprecherin der Friedensnobelpreisträgerinnen. Und eines Tages ließ sie sich in den Bann der nordischen Insel ziehen – und kehrte seither immer wieder dorthin zurück.

Anne Siegel
© Jacobia Dahm

Was fasziniert Anne derart an Island? Und was macht die isländischen Frauen so stark? Anne Siegel begibt sich in etlichen ihrer Bücher auf spannende Reisen in den Norden und portraitiert Isländerinnen in ihrem Lebensalltag. So auch in dieser und der kommenden Weltwach-Episode: Darin erzählt Anne Geschichten von tiefer Naturverbundenheit, von unbändiger Frauenpower und davon, wie Gleichberechtigung zu gesellschaftlicher Stärke führen kann. 

Mit im Gespräch dabei: Tropenökologin und Ameisenbärenforscherin Lydia Möcklinghoff!

Homepage Anne Siegel: www.annesiegel.org

Anne Siegel
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5 Idee über “WW258: Frauen, Fische, Fjorde – Geschichten aus Island mit Anne Siegel (1/2)

  1. Katharina sagt:

    Hallo,
    in dieser Podcast-Folge wird ein Teil der deutschen Geschichte erzählt, die in keinem Schulbuch zu finden ist. Sehr spannend, auch mal was darüber – und besonders über so starke Frauen – zu erfahren.

    ABER:
    Wie sich Frau Siegel hier brüstet, dass sie es geschafft hat, diese persönlichen Erlebnisse und Schicksale aus den interviewten Frauen “herauszukitzeln”, was vor ihr noch keinem anderen Journalisten gelungen sei, war mir äußerst unsympathisch! Wenn sie erklärt, dass sie eine Ausbildung zur Therapeutin gemacht hat und dadurch sicherlich einige psychologische Tricks und Kniffe kennt (wie sie es auch selbst eklärt), um Leute über etwas zum Reden zu bringen, über das sie eigentlich gar nicht reden wollen, finde ich das schon sehr übergriffig – zumsl es hier nicht um einen Therapieansatz, sondern schnöde um das Schreiben eines Buches, das sich möglichst gut verkaufen soll, geht.

    Ich bin großer Fan des Weltwach-Podcasts, seit er mir vor ca. einem Jahr von einer Freundin empfohlen wurde. Ich habe noch nicht alle Folgen gehört und manche Episoden fand ich thematisch nicht so spannend und in ein oder zwei Episoden war mir der Gast nicht so sympathisch, aber bei dieser Folge habe ich mich, je weiter ich sie hörte, richtig unwohl gefühlt. Ist natürlich nur mein persönlicher Eindruck und meine Meinung, aber den zweiten Teil werde ich mir ganz sicher nicht noch antun.

    Dennoch liebe Grüße an Erik und Lydia (die mich mit ihren Berichten aus dem Pantanal auch mit dazu inspiriert hat, nochmal zu studieren 😉 – danke dafür!)
    Katharina

    • Annalena Baur sagt:

      Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, daß Du deine (aus meinem Verständnis nicht gerechtfertigte) Hassattacke auf die Autorin ausgerechnet zu einer Podcastfolge schreibst, in der es im Kern auch um eine extreme deutsche Sache ging: Immer alles bewerten, am besten Negativ!

      • Katharina sagt:

        “Hassattacke” – echt jetzt?
        Und ich dachte in der Folge ging es um Frauen, die nach Island gegangen sind und sich dort ein neues Leben aufgebaut haben und nicht darum, immer alles negativ zu bewerten?
        Ich habe ausdrücklich geschrieben, dass ich lediglich meinen persönlichen Eindruck, den ich anhand der Erzählungen in dieser Podcast-Folge von Frau Siegel bekomme, wiedergebe. Und genau das ist der Sinn einer Kommentarfunktion. Ich habe die Autorin weder beleidigt noch beschimpft, was ich auch niemals tun würde – ich kenne die Frau doch nicht persönlich. Selbstverständlich muss man meine Meinung nicht teilen, aber man kann es mit der Bezeichnung “Hassattacke” auch überdramatisieren!
        Henry (Kommentar unten) macht es richtig: er teilt meine Meinung hier nicht, schreibt das auch und begründet seinen Standpunkt – so sollte es sein.

  2. Henry sagt:

    Gerade erst habe ich Weltwach und auch Euren Podcast entdeckt. Diese Folge mit Anne Siegel und auch der zweite Teil der Islandgeschichten gefallen mir besonders, weil die Stories sich stark von üblichen Reiseberichten unterscheiden und trotzdem ganz viel über das kleine, ungewöhnliche Land im Norden erzählen. Ich erlebte Anne mal auf einer sehr lebhaften und tollen Lesung auf der Leipziger Buchmesse und kaufte mir das hier besprochene Buch danach. Die Kritik von Katherina (hier auf der Seite) kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Das Wort „herauskitzeln“ kommt in der Podcast-Folge ja nicht einmal vor, Anne beschreibt, wie sie bei einer einzigen der neun Frauen, die sie für „Frauen,Fische, Fjorde“ interviewt hatte, froh war, einmal Familientherapie studiert zu haben (ob sie das abgeschlossen hat, lässt sie sogar offen). Und ganz im Gegenteil: Sie erzählt ja sogar, daß sie nichts ohne die Einwilligung ihrer Protagonistinnen und sogar der Familien veröffentlichte. Mir gefielen ihre Biografien beim Lesen gerade wegen der großen Einfühlsamkeit ins Leben der Auswanderinnen. Meine Großtante wanderte ungefähr zur gleichen Zeit nach Island aus. Daher weiß ich, daß diese paar hundert deutschen Frauen in Island total verehrt werden, aber bei uns fast niemand die Geschichte des Anwerbe-Abkommens kannte, bevor sie im ersten Buch von Anne Siegel erzählt wurde. Ich fand ihren Schreibstil so toll, daß ich danach auch noch ihre Biografie der tibetisch-buddhistischen Nonne und Lehrerin Kelsang Wangmo las, die im Jahr danach erschien. Das neue Island-Buch der Autorin, von dem Euer zweiter Podcastteil handelt, werde ich mir jetzt auch auf jeden Fall kaufen. Und wenn ich schon mal einen meiner seltenen Hörer-Briefe an Podcast-MacherInnen schreibe: Lydia gefällt mir total gut im Moderations-Ping-Pong mit Erik. Ihr macht das wirklich toll und ich bin voll neugierig auf die kommenden Folgen. Danke für Eure Ideen und die spannenden Gäste, Eure letzten Folgen versüßen mir mir gerade meinen Alltag.

  3. Erik Lorenz sagt:

    Hallo ihr Lieben,

    wir freuen uns über jedwedes Feedback gleichermaßen, ob positiv oder konstruktiv kritisch. Würde jede Folge ausschließlich auf Wohlgefallen stoßen, würden wir m.E. etwas falsch machen – stattdessen begrüßen wir es, wenn es hier und da auch mal eine Episode gibt, an der sich manche HörerInnen reiben. Dementsprechend: Danke für eure Rückmeldungen hier und an anderer Stelle!

    Liebe Grüße,
    Erik.

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