WW079: Im Iran – mit Nadine Pungs

Nadine Pungs Iran
© Nadine Pungs

Nadine Pungs hat im Iran ein schillerndes und widersprüchliches Land entdeckt. Es ist ein Land, in dem eine Frau offiziell nur halb so viel wert ist wie ein Mann und Dinge, die bei uns alltäglich sind, mit Peitschenhieben bestraft werden können. Es ist ein Land, das die USA unter George Bush zum Bestandteil der „Achse des Bösen“ gemacht haben, und es ist gleichzeitig ein Land, das eine wunderschöne, reiche Kultur besitzt und eine unvergleichliche Gastfreundschaft ausstrahlt.

Nadine Pungs
© Jil Ziegner

Nadine Pungs hat sich von den Schlagzeilen nicht abhalten lassen, sondern sie wollte selbst herausfinden, wie der Iran ist. Sie wollte ihre eigenen Erfahrungen sammeln und hinter die Klischees blicken. Ihre Erlebnisse und Eindrücke hat sie niedergeschrieben im Buch „Das verlorene Kopftuch – Wie der Iran mein Herz berührte“.

Wie der Iran ihr Herz berührte – darüber spricht sie mit Erik Lorenz in dieser Folge des Weltwach Podcast.

http://www.nadinepungs.de/

Das verlorene Kopftuch – Wie der Iran mein Herz berührte

„Hier ist eine Frau unterwegs, die nichts versteckt, auch nicht die Mühsal der Fremde, die Sprachlosigkeit, die Unruhe. Und die sie in einem Ton schildert, der swingt und uns daran erinnert, was dreißig stille Buchstaben vermögen.“ Andreas Altmann

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9 Idee über “WW079: Im Iran – mit Nadine Pungs

  1. Peter sagt:

    Ein tolles Interview! Es ist ein großes Vergnügen Nadine Pungs zuzuhören. Viele Autoren könnten froh sein so schreiben zu können, wie Nadine Pungs frei spricht. Da ist jeder Satz so trefflich formuliert. Und was sie über den Iran zu berichten weiß, ist wirklich sehr interessant. Gerne mehr von ihr!

  2. Peter F. sagt:

    Hallo Erik,
    dies war zwar nicht der erste Podcast, den ich bei dir angehört habe, aber heute möchte ich EUCH BEIDEN danken für dieses tolle Gespräch.
    Neben den inhaltlich höchst interessanten Aspekten ist es darüber hinaus eine große Wohltat, endlich mal zwei Menschen (be)lauschen zu können, die zusammenhängende Sätze ohne „ähm“ oder „räusper“ oder andere „Wichtigtuerdenkpausen“ in einem Atemzug zu formulieren wissen.
    Nadine Pungs „kenne“ ich schon seit geraumer Zeit durch ihren Blog und ihren Artikel „Randvoll ist mein Herz“, mit dem sie den Schreibwettbewerb bei „The Travel Episodes“ gewonnen hatte. Dass sie eine ebenso charmante wie gekonnte Erzählerin ist, hat sie in diesem Podcast für mich eindrucksvoll gezeigt. Das besprochene Buch ist ein Highlight meiner kleinen Bibliotek zuhause.

  3. Mila sagt:

    Hallo, ich bin durch Zufall hier gelandet… ich lebe seit knapp 8 Jahren im Iran und tue mich sehr schwer mit dem was sich so in diesem Interview spiegelt. Die wunderbare Sprachgewandheit der Autorin ist mir auch positiv aufgefallen, aber der Inhalt ist trotzdem leider sehr klischeebeladen und allein der Titel des Buches… allein die Erwähnung des Koptuches ist einfach gar nicht das, was die meisten Iranerinnen hier beschäftigt. Zudem ist das, was der erwähnte Angestellte des Hotels über die doch selektive Gastfreundschaft beschrieben hat, wahr. Ich kenne selbst viele Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen, die den Iran auch von seiner diskriminierenden Seite erlebt haben. Diese Aussage soll nicht mein eigenes positives Erfahren von Gastfreundschaft im Iran schmälern, aber es gibt eben viele Realitäten.
    Das Cover-Foto des Buches ist ebenso ein reines Klischee, ich bin oft überrascht, wie wenig Ideenreichtum da (bei den Verlagen?) herrscht. Ich wünschte, es gäbe mehr Bücher von Iranern über den Iran, die auf den Bestseller-Listen landen und nicht von Deutschen, die nach einer Stippvisite in einem Land als die besseren Kulturversteher auftreten. Aber das ist letztendlich bei sehr vielen Büchern von Weltenbummlern so.

    • Peter F. sagt:

      Hallo Mila,
      sorry, dass ich hier antworte.
      Ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Reisende, die Bücher verfassen, können zwangsläufig lediglich ihre subjektiven und in zeitlich begrenzten Umfang erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen darstellen. Dennoch bleibt es für Leser (wie mich), die noch nie im Iran waren, EINE von mehreren möglichen Informationsquellen zum Land.
      Ich kenne Iraner in D und ich kann nach all meinen Erfahrungen nur sagen, dass ich irrsinnig gerne mal in dieses Land reisen würde und hoffe, dies auch mal umsetzen zu können.
      Was Bücher von Iranern über ihr Land betrifft so bin ich da noch nicht fündig geworden. Hast du Tipps ?

      • Mila sagt:

        Hallo Peter,
        ja, das Buch „Stadt der Lügen“ von Ramita Navai ist zum Beispiel sehr empfehlenswert und in seinen Geschichten wirklich sehr dicht an der Lebensrealität. Oder auch der Roman „16 Wörter“ von Nava Ebrahimi gefällt mir sehr gut. Zum Verständnis der Zeit der Revolution ist das Buch „Haus an der Moschee“ von Kader Abdolah mMn ein echter Gewinn.

        Entschuldigung für meine späte Antwort, ich prüfe meine Mails nicht regelmäßig.
        Herzliche Grüße

        • Peter F. sagt:

          Hallo Mila,

          vielen Dank für die Antwort (keinesfalls spät) und deine Anregungen !
          Die Stadt der Lügen habe ich schon bestellt ;-).

          Herzliche Grüße in den Iran !

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