Weltreise mit Kind: 40.000 Kilometer nach Australien und das Abenteuer des Ankommens | mit Jasmin Böhm | WW480

© Jasmin Böhm

Vor fünf Jahren traf Jasmin Böhm eine Entscheidung, die ihr Leben verändern sollte: Die alleinerziehende Mutter, Doktorandin und Dozentin kündigte ihre festen Jobs und brach mit ihrem damals zweijährigen Sohn Emil zu einer langen Fahrradreise auf. Seitdem sind die beiden immer wieder gemeinsam unterwegs gewesen – durch Europa, bis nach Istanbul und schließlich hinauf ans Nordkap. Über diese Reisen, über Neuanfänge, Ängste und darüber, was das Unterwegssein mit der Beziehung zwischen Mutter und Sohn gemacht hat, haben wir mit Jasmin bereits in den Weltwach-Folgen 453 und 466 gesprochen.

Nun steht ein neuer Lebensabschnitt bevor: Emil soll eingeschult werden. Bevor künftig Schulferien den Takt vorgeben, wollen die beiden deshalb noch einmal zu einer richtig großen Reise aufbrechen. Ihr Ziel: Australien – von Deutschland aus, möglichst ohne Flugzeug. Was folgt, ist eine mehr als anderthalbjährige, rund 40.000 Kilometer lange Reise über Europa und Zentralasien bis nach Südostasien und schließlich über den Ozean nach Australien.

Jasmin und Emil schlafen in Jurten in Kirgisistan, stranden auf einer griechischen Hippie-Insel, reisen durch Gegenden, in denen sie sich sprachlich kaum verständigen können, suchen monatelang nach einem Weg über das Meer und landen schließlich auf einem Segelboot Richtung Australien. Und als sie ihr Ziel erreicht haben, steigen sie noch einmal aufs Fahrrad, wie schon bei früheren Reisen.

Doch während die beiden immer weiter reisen, wird eine andere Frage zunehmend wichtiger: Wo wollen sie eigentlich ankommen? Wo soll Emil zur Schule gehen? Was macht einen Ort zum Zuhause? Und lässt sich das, was Jasmin am Unterwegssein liebt – Natur, Freiheit, Spontaneität und kleine Abenteuer – überhaupt mit einem geregelten Alltag verbinden?

Von dieser Suche erzählt Jasmin in ihrem neuen Buch „Vom Abenteuer des Ankommens. 40.000 Kilometer ohne Flugzeug über Wüsten, Berge und Ozeane – zu uns selbst“ – und in diesem Gespräch. Es geht um außergewöhnliche Reiseerlebnisse, Zweifel und Planänderungen, ums Loslassen selbst gesetzter Ziele und um die vielleicht schwierigste Herausforderung nach Jahren des Unterwegsseins: irgendwo zu bleiben.

Redaktion & Postproduktion: Miriam Menz

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