Rund 7.000 Sprachen werden weltweit gesprochen. Doch etwa alle zwei Wochen stirbt eine von ihnen zusammen mit dem letzten Menschen, der sie spricht.
Mit genau solchen, oft bedrohten Sprachen beschäftigt sich die Linguistin Dr. Mary Walworth. Mary ist spezialisiert auf ozeanische Sprachen, und für ihre Forschung reist sie regelmäßig auf abgelegene Inseln im Pazifik, wo nur noch wenige Menschen Sprachen sprechen, die bald verschwinden könnten. Sie dokumentiert diese Sprachen, sammelt Geschichten und rekonstruiert anhand von Sprache, wie Menschen sich über den Ozean hinweg bewegt haben.
Kürzlich war sie auch in der National-Geographic-Serie „Pole to Pole“ zu sehen, in der Will Smith sie bei ihrer Arbeit auf verschiedenen pazifischen Inseln begleitet.
In dieser Folge gibt sie Einblicke in ihre Feldforschung: Wie dokumentiert man eine Sprache? Was erzählen Wörter über Migration, Austausch und die Geschichte ganzer Regionen? Und was geht verloren, wenn eine Sprache verschwindet? Wir sprechen über Feldforschung auf entlegenen Inseln, über Sprache als Grundlage von Identität und Gemeinschaft – und darüber, wie sich ihre Arbeit verändert hat, seit ihre Tochter sie bei ihrer Arbeit begleitet.

