In dieser Folge geht es um einen Mann, dessen Vorstellung von der Natur und unserem Platz in ihr unser Denken für immer verändert hat: Alexander von Humboldt. Der unermüdliche Naturforscher, Universalgelehrte und berühmteste Wissenschaftler seiner Zeit unternahm abenteuerliche Reisen nach Lateinamerika, Russland und Zentralasien. Dort entwickelte er ein gänzlich neuartiges Verständnis von der Natur als lebendiges Ganzes, als Kosmos, in dem vom Winzigsten bis zum Größten alles miteinander verbunden ist und dessen untrennbarer Teil wir sind. Indem er die Natur in ihrer ganzen Fülle als Lebensnetz begriff, prägte er auch unser Wissen um die Verwundbarkeit der Erde, und er war der Erste, der den vom Menschen verursachten Klimawandel beschrieb. So bleibt er in vielerlei Hinsicht unverändert wichtig – bis heute.
Im Gespräch mit der Historikerin Andrea Wulf begeben wir uns auf seine Spuren. Andrea hat vor einigen Jahren mit dem Buch „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“ einen internationalen und vielfach ausgezeichneten Beststeller geschrieben, der in 27 Ländern erschienenen ist und etliche internationale Preise erhalten hat. Die New York Times wählte es zu einem der zehn besten Bücher des Jahres, der Telegraf zu einem der besten Wissenschaftsbücher, der Economist zu einer der besten Biografien des Jahres, es gewann den Buchpreis der Royal Society, der im Jahr 1660 gegründeten britischen Gelehrtenvereinigung, u.a.
Und auch Andrea selbst ist ein wahnsinnig spannender Mensch: Sie wurde in Indien geboren, ist in Deutschland aufgewachsen und lebt seit rund 30 Jahren in England, wo sie auch war, während wir das Gespräch für diese Weltwach Folge geführt haben.

